Montag, 15. Dezember 2008

Konzerte, Partys und große Sorgen

Am Freitag den 14.11 hat uns Aurelien zu sich eingeladen. Bei ihm um die Ecke gibt es die Bar "White Room". Dort geht er öfters hin und an diesem Freitag hatte die Bar ihr einjähriges, deshalb wurden die Getränke etwas billiger angeboten. Wir haben uns erst in der Wohnung bei Aurel getroffen (Ich, Leleis, Mutzki, Maza, Aziz, Alex, Laurent, Dirk, Damir). Er hat dann auch für uns Spaghetti gekocht. Die Bar bestand nur aus einem Tresen und 2 Tischen. Somit haben wir die Mehrheit der Gäste gestellt. Das ganze ging dann bis 3 Uhr in die Früh. Der Besitzer der Bar war früher Musiker und hat die ganze Zeit gute alte Klassiker aus den 60zigern und 70zigern aufgelegt. Ansonsten haben wir noch die Stammgäste vom Lokal kennengelernt. So einen anderen Musiker (Lela), der uns auch zu einem seiner Konzerte eingeladen hat. Dann noch einen Typ der aussah wie ein Bodybuilder und aus Seatle kommt. Er war auch schon öfters in Deutschland, da er für seinen Job viel Reisen muss. Ansonsten haben wir noch einen Schweden kennengelernt, der auch bei Aurel wohnt. Er ist einer der Betreiber der schwedischen Mitfahrzentrale.de Seite und sie sind die einzigen die so was dort betreiben. Schon lustig so jemanden in Tokio in irgendeiner kleinen Bar kennenzulernen. Weiter hin ist noch die Toilette zu vermerken, die automatisch den Deckel hochklappt wenn man sie betritt. War ein sehr netter Abend. Haben dann den Rest der Nacht bei Aurel verbracht.

Nach dem ich den Samstag ausgeruht habe bin ich am Sonntag den 16.11 zusammen mit Maza auf ein Musikfestival: British Anthems. Wie der Name schon sagt, haben dort größtenteils Bands aus Großbritannien gespielt. Das ganze war sehr durchwasen. Angefangen hat eine ziemlich normale Rockband, dannach kam die japanische Band "Vola & The Oriental Machine", die sehr gut war. Haben ziemlich experimentelles gespielt und auch einen interessanten Sound gehabt.
Anschließend kam eine Band die äußerst British war, für mich jedenfalls etwas zuviel. Man hat direkt die Einflüsse der Beatles und Oasis gesehen. "Lightspeed Champion" war da schon viel besser. Er hatte einen ruhigen Sound der sehr gut war, unbedingt zu empfehlen. Die Sound der Band "Selfish Cunt" war ehr schlecht, aber die Performance des Sängers ziemlich krass. Da hat man gefühlt was Rock'n'Roll bedeutet. Er hat sich halb ausgezogen und ist ziemlich ausgedreht. Sollte man sich mal anschauen wenn möglich, aber hören muss man sie nicht unbedingt. Anschließend kam noch ne langeweilige japanische Band und 2 britische Bands die OK waren. Der Sänger von einer dieser Band hat seine Mundharmonika während des Auftritts ins Publikum geworfen. Die hat dann ein Mädel hinter uns ins Gesicht abbekommen, wodurch sie geweint hat und von ihrem Freund getröstet werden musste. Und zu allem Übel hat sie nichtmal die Mundharmonika bekommen. Naja, insgesamt muss ich sagen, war das Festival schon gut aber ich hatte mir etwas mehr Action erwartet, so wurde nicht gedived und es gab auch kein Pogo :-( .

Ich mit Maza auf dem Festival und Nein, es ist keine Zigarette.

Mittwochs (19.11) bin ich dann mit Micchi und einem Freund vom ihm (Ich glaube sein Name ist Koen.) in eine Kletterhalle gegangen. Dort haben wir dann ca. 4 - 5 Stunden geklettert. Allerdings waren die Wände auch dort nicht allzu hoch, so dass mein kein Seil braucht. Die Routen der einfachsten Stufe (Pink) habe ich geschafft und am Ende auch einen der darauf folgenden Stufe (Orange). Mal schauen, was ich beim Nächstenmal schaffe. Dann habe ich mir auch Kletterschuhe gekauft, die ca. 120 € gekostet haben. Die bestehen aus einer Vollgummisohle und sind kleiner als normale Schuhe. So habe ich dort 39 1/2 gekauft, obwohl ich normal 42 habe. Dadurch kann man mehr Kraft auf die Zehen ausüben. Dannach sind wir noch in ein Restaurant gegangen und haben ein Steak gegessen. Dies wurde auf einer heißen Metallplatte serviert, auf der es auch noch einige Zeit nachgebrutzelt hat. Das ist hier sehr beliebt und gibt es auch in unserer Mensa. Das Steak war zwar dünn, aber trotzdem sehr gut und für 8 € mit einer Reis und Miso Suppe Flatrate auf alle Fälle super günstig.

Am Freitag den 21.11 sind wir dann nochmal ins White Room, das bei Aurel in der Nähe ist. Dort hat Lela (ihn haben wir dort beim Letzten mal kennengelernt) einen kleinen Auftritt gehabt. Leider habe ich den Auftritt verpasst, weil ich vorher noch Klettern war und was essen musste. Deshalb bin ich erst um Mitternacht dort eingetrudelt. Dann sind auch die Ersten von uns wieder gegangen, z.B. Mutzki, weil sie den letzten Zug erwischen wollten. Da waren dann noch Aziz, Aurel, Lelais, Luise und Dirk. War ein netter Abend, obwohl etwas teuer. In Deutschland gebe ich eigentlich nicht in 3 Stunden in einer Bar 25 € aus. Naja, war aber ansonsten sehr nett. Wir sind dannach dann wieder zu Aurel nach Hause um auf den ersten Zug zu warten. Luise war auch schon wieder gut beieinander und ist dann auf dem Bett von Aurel eingeschlafen. Leleis musste sie dann auch noch anrufen als sie mit dem Zug bei ihrer Station angekommen ist, da sie auch dort eingeschlafen ist.

Zum Takao San sind wir dann am Sonntag den 23.11. Takao ist ein Berg in der Nähe von Tokio und ein sehr beliebtes Ausflugsziel, wie wir auch mitbekommen haben. Das Wetter war super geeignet, es war sonnig und nicht all zu warm, was für den etwas längeren Fussmarsch recht gut war. Getroffen haben wir uns um 9 Uhr, dabei waren Leleis, Damir, Pedja, Michi, Doris, Jenny, Arianne, Alex und einige japanische Mädels deren Namen ich mir nicht 10 Sekunden merken konnte. Schon auf dem Weg zum Takao San wurde uns klar, das Sonntag vieleicht nicht der beste Tag ist für so was. Auf der letzen U-Bahn Strecke musste man sich in den Zug reindrücken um mitzukommen und man muss sich in Schlangen anstellen um in den Zug zu kommen. Letztendlich haben wir uns erst um 1 an den Aufsteg gemacht. Wir mussten vorher auch noch 45 min auf Arianne warten, weil sie auf eine Toilette wollte, vor der natürlich auch Schlangen waren.
Wir haben dann einen der kleinen Pfade zum Berggipfel gewählt. Der Pfad war an vielen Stellen nur 1 m breit und trotzdem waren auf einer Länge von 300 m mehr Menschen auf diesem Pfad als in Thalborn wohnen. Außerdem hat man die ganze Zeit irgendwelche Sirenen gehört und Hubschrauber. Sehr viel mit Natur war da nicht. Auf dem Weg zum Giüfel mussten auch wieder ein paar Mädels auf Toilette, wodurch wir wieder 30 - 40 min Pause machen mussten. Interessant ist, dass man keinen Müll gesehen hat obwohl so viele Leute da hochlaufen. Auf dem Gipfel sind wir dann so um 3 angekommen. Dort konnte man ein paar Bäume mit schönen roten Blättern sehen und auch den Futji San in der Ferne. Beim Abstieg sind wir dann bei einem größeren Kloster vorbeigekommen, dass sehr schöne Holzschnitzarbeiten und Skulpturen hatte. Den letzten Abstieg mussten wir dann im dunkeln Unternehmen.

Vorm Aufstieg.

Am Bahnhof von Takao San. Alle wollen auf den Gipfel.

Viel Verkehr auf unserem Weg.

Die Belohnung: das Rot der Bäume.

Ein Tempel vom Kloster auf dem Takao San.

Am Freitag den 28.11 bin ich mit Michi, Lelais, und Gael nach dem Klettern zu einem Konzert in Tama Center. Tama Center war sehr weihnachtlich geschmückt. Überall gab es Lichterketten und Figuren. Dazu muss man sagen, das Tama Center keine große Metropole ist, aber so eine Beleuchtung muss in Europa erstmal ihresgleichen suchen. Das Konzert wurde von einem Akustik Gitarren Club der Chuo Uni gehalten. Das Konzert war sehr gut und ging ca. 2 Stunden. Meistens waren 2- 5 Studenten auf der Bühne und haben mit ihren Akustikgitarren klassische Musikstücke gespielt. Für 3 oder 4 Lieder haben sie auch eine komplettes Orchester gildet von bis zu 50 Leuten und haben dann z.B. den Radetzkymarsch gespielt. Schon interessant, dass man mit Gitarren auch klassisches spielen kann.
Anschließend bin ich dann mit Leleis nach Takahatafudo um mich mit Aurel und Mutzki zu treffen. Wir haben dann den Abend in diesem für die Jugend angesagten Izakaja verbracht und dann die letzte Bahn nach Hause genommen. Danach saß ich noch etwas bei Leiais mit ner Flasche Weißwein rum.

Lelais, Gael, Michi und Ich in Tama Center.


Samstags (29.11) hat dann Gael eine Geburtstagsparty bei sich gemacht für ihn, Charlotte und Johannes (alles drei Fanzosen). Es war mal wieder ziemlich voll, da die Appartments hier ja nicht allzu groß sind. Netter Abend. Bin dann so um 4 nach Hause, da am nächsten Tag ja auch noch was geplannt war.

Ich habe mich dann am Sonntag (30.11) in Shimokitazawa mit Corinna getroffen. Musste allerdings erstmal kurz auf sie warten, weil sie an einer falschen Station ausgestiegen ist. Sind dann im dem Viertel rumspaziert und haben Erfahrungen ausgetauscht. In Shimokitazawa gibt es viele kleine Modeläden und der Bezirk ist sehr beliebt unter jungen Japanern. Soll angeblich auch viele Second Hand Läden geben, habe aber kaum welche gefunden. Dafür einen Hot Wheels Laden und einen der nur Actionfiguren verkauft, ausserdem einen Trödelladen, der jemanden gehört, der in Deutschalnd studiert hat. Dort konnte man auch SS - Mützen und Uniformen kaufen. Später ist dann noch Lelais zu uns gestoßen, der etwas verpennt hatte. Eigentlich bin ich dorthin um mir eine neue Hose zu kaufen, denn mein Lieblingshose ist am Freitag kaputt gegangen (mal wieder). Dafür war es dann aber doch nicht der richtige Zeitpunkt, ist nicht so gut sich unterhalten zu wollen und gleichzeitig ne neue Hose zu suchen. Wir haben dann bei einem Inder gegessen und später noch einen Laden entdeckt, in dem man europäische Lebensmittel kaufen kann. Corinna hat einiges an Süßigkeiten gekauft und Lelais ne scharfe Taisoße, ich war für sowas aber zu geizig. Nachdem Corinna gefahren ist, bin ich mit Lelais noch in ein Izakaja gegangen in dem es Bier für 1,5o € gab. Beim Bestellen muss ich aber irgendwas falsch gesagt haben, den wir haben warmen Sake bekommen, der dann auch 5 € gekostet hat. Naja, war trotzdem lecker.


Donnerstags (4.12) hat uns Alex (aus Würzburg) ins Asia eingeladen. Das Asia ist ein angesagter und berühmter Club (habe ich zumindest gehört) in Shibuya. Ich bin mit Lelais nach Shibuya gefahren, was etwas gedauert hat, weil wir die meiste Zeit in einem Lokalzug rumgetuckert sind. Haben uns dann mit Alex, Keshi und Aurel getroffen. Beim Club sind wir so um 12 angekommen. Lustig war, dass der Türsteher mir gesagt hat, ich soll meinen Apfel, den ich dabei hatte nicht essen. Ich glaube in Deutschland hätte er ihn mir einfach weggenommen. Da ein Kumpel von Alex aufgelegt hat, sind wir für nur 8 € anstatt 25 € reingekommen. Es gab 2 Barbereiche und einen größeren Floor. Aber auch dieser war nur maximal so große, wie die Tanzffläche von der kleinen Freiheit. Sein Kumpel hat als erster ganz passablen Elektro aufgelegt. Dannach kam dann ein Liveduo, die mit einer E-Gitarre und einem E-Bass Elektro gespielt haben. Das ging schon richtig gut ab und war mir sehr neu. Anschließend kam wieder ein DJ. Er hat sehr guten Minimal aufgelegt. Danach kam dann der beste Act des Abends, für den ich alleine schon 25 € ausgeben würde. Es war ein Drummer und einer am Mischpult und Synthesizer. Die zwei haben auch Elektro gespielt und gingen richtig krass ab. Ich würde sagen, das sie definitiv zu den besten Liveacts gehören, die ich bisher gesehen habe. Anschließend bin ich dann in den Barbereich, weil da wieder der Minimal - DJ aufgelegt hat. Zum Schluß haben wir dann noch beim DJ auf dem Mainfloor, der auch sehr gut war, Kreistanzen mit Japanern gemacht. Ich habe auch noch ein Pärchen aus Europa kennengelernt und mit ihnen kurz gequatscht. Geblieben sind wir bis zum Schluss um danach zu mir nach Hause zu fahren. Ich und Aurel wollten noch in den Unterricht am Freitag. Er ist aber, nachdem ich ihn in Nes - WorldCup vernichtet habe auf meinem Bett eingeschlafen. Somit musste ich dann alleine zum Unterricht, den auch Lelais ist dann nach Hause gegangen. Ich habe aber nur die ersten 2 Stunden geschaft. Die dritte währe dann doch zu anstrengend geworden. Auf dem Weg nach Hause, ist mir dann auch direkt Aurel entgegengekommen, der dann für mich die dritte Stunde besucht hat.

Am Samstag den 6.12 hat der ESS ein kleines Fussballtunier veranstalltet. Allerdings waren Pedja und ich die einizigen Auslandsstudenten die zum Spielen gekommen sind und fast die Hälfte der Spieler waren ehemalige ESS - Mitglieder. War ganz lustig obwohl die meisten Japaner besser waren als ich. Japan ist halt auch ne Sportnation, viele haben einen Sport als Hobby und gehen in einen Sportclub in der Uni. Ich bin nicht zum Schluss geblieben, da ich noch mit Michi zum Klettern bin. Danach sind wir dann zusammen zum ESS Raum, denn die Anderen haben dort ne kleine Party nach dem Fussball veranstalltet.
Habe mir dann aber ab 6 so langsam Sorgen um Lelais gemacht, weil ich von ihm seit Freitag Morgen nichts mehr gehört hatte, obwohl ich ihn versucht hatte anzurufen und auch Mails geschickt hatte. Da er Diabetiker ist, sind solche Zeichen nicht gut. Deshalb bin ich mit Michi zusammen zu seinem Appartment gelaufen. Wir haben gelingelt, geklopft, gerufen und sind auf seinen Balkon gestiegen. Er hat aber nicht aufgemacht. Mir war aber klar, dass er zu Hause ist, da seine Klimaanlage lief und er sich ansonsten bei mir schon gemeldet hätte. Deshalb habe ich versucht Arai vom Internationial Center zu erreichen, um den Zweitschlüssel für sein Appartment zu bekommen. Allerdings war sie Samstags Abends nicht zuerreichen. Deshalb haben wir Pedja angerufen, ob er noch ne Lösung hat, weil er hier schon 1 -2 Jahre hier wohnt. Er hat dann auch versucht jemanden vom International Center zu erreichen. Nachdem das aber alles nichts genützt hat, haben wir die Polizei gerufen. Die hat dann das Fenster auf dem Balkon von Lelais eingeschlagen. Das wollten wir dann doch lieber die Polizei machen lassen, bevor wir dadurch größeren Ärger bekommen hätten. Wir haben dann Lelais auch in seinem Bett gefunden. Er konnte seine Augen aufmachen, aber ansonsten nicht weiter reagieren. Habe mir dann echt Sorgen gemacht und die Polizei hat den Krankenwagen gerufen. Der kam dann auch nach einiger Zeit. Es waren dann auch schon einige Auslandsstudenten vor seinem Appartment versammelt. Sowas spricht sich schnell rum. Wir sind dann nach einiger Zeit in ein Krankenhaus aufgebrochen. Es hat etwas gedauert, da wir erst eins finden mussten, das Lelais aufnimmt, weil die meisten durch seine Insulinpumpe abgeschreckt waren, da diese Technik hier nicht bekannt ist. Mit ins Krankenhaus ist noch Arai, die wir dann doch erreichen konnten, und ein anderer Mitarbeiter des International Centers gekommen. Im Krankenhaus haben sie Lelais eine Zuckerlösunge gespritzt, weil er Unterzuckert war. Danach ist er auch wieder zu sich gekommen und war wieder ganz Normal. Nach 2 Stunden konnte wir wieder gehen, ich hatte von ihm Sachen mitgenommen aber die Schuche vergessen. Deshalb mussten wir im Krankenhaus welche kaufen. Dafür gab es natürlich auch wieder einen Automaten. Appropo Schuhe: Nachdem die Polizei in sein Appartment eingedrungen ist, haben sie dann auch ganz traditionell ihre Schuhe ausgezogen. Ich ganzen Stress habe ich leider auch nicht mitgekommen, ob das die Ambulanzleute auch gemacht haben. Angeblich tun sie das hier in Japan. Naja, sind dann jedenfalls mit dem Taxi zu mir gefahren und sin noch in ein Restaurant zum Ramen essen. Lelais hat dann bei mir übernachtet. Finanziell ist er auch mit nem blauen Auge davon gekommen, da die öffentlichen Ambulanzen hier kostenlos sind und der Krankenhausaufenthalt dank seiner Versicherung nur 50 € gekostet hat.

Am nächsten Tag wollte ich eigentlich mit Michi und Lelais nach Tokio um ein paar Besorgungen zu machen. Wir sind allerdings zu spät aufgestanden und mir war der vorherige Tag dann doch zuviel. Deshalb sind wir nur Lebensmittel einkaufen gegangen und ich habe am Abend was für uns gekocht.

Am Freitag den 12.12 gab es vom International Center eine Christmas Party. Aber viel von Christmas war nicht zu spüren, im Prinzip nur ein Bueffet. Interessant war, dass man dort auch mal die asiatische Fraktion der Auslandsstudenten gesehen hat. Die meisten der Auslandsstudenten kommen ja eigentlich aus China, aber mit dennen hat man nichts zu tun und man siehts sie nirgends. Ist im Prinzip wie an unseren Unis. Dort sind auch einige Chinesen aber man sieht sie nie.
Danach sind wir dann in einer größeren Gruppe (Lelais, Aurel, Azis, schwedischer Mitfahrzentrale Besitzer, Mutzki, Luise, eine Thai, ein Franzose und eine Japanerin ) nach Takahatafudo und haben nach kurzem suchen ein Izakaja gefunden in dem wir Platz hatten. Haben dann auf japanische Weise den Abend verbracht, mit Trinken und natürlich reichlich Essen. Von Sushi über Tintenfisch, zu Spießen und anderem. Das einzig nervige war, dass es wieder eine halbe Stunde gedauert hat, bis wir das Geld zum Bezahlen zusammen hatten. Da jeder von uns unterschiedlich viel getrunken hat und auch unterschiedlich viel gegessen hat, war das alles nicht so einfach. Lustig war auch, dass es dort auf der Toilette ein Speibecken gab, an dem auch noch Spuren der letzten Benutzung zu finden waren.

Chrismasparty vom International Center.

Samstags (13.12) habe ich dann bei mir eine kleine Party gemacht. Es waren nicht zu viele da: Aurel, Aziz, Lelais, Alex, Keshi, Damir, Dirk, Chris, Michi, Mutzki, Gael und 4 Japaner/innen von dennen es auch nach 2,5 Monaten nicht einfach ist sich die Namen zu merken. Wir haben Glühwein gemacht (Danke mein Schatz für die Gewürze ;-) ) und anschließend japanische Oden. War ganz nett und das ganze ging bis 3 Uhr.

Mittwoch, 10. Dezember 2008

Halloween, Unifestival und mehr

Nach langer Zeit mal wieder ein paar Zeilen aus meinem Leben in Japan. Es ist wirklich schwer die Zeit zu finden, etwas zu schreiben. Unser Sprachkurs fordert schon etwas Zeit, da wir jede Woche zwei kleine Kanji- oder Vokabeltests schreiben. Diese sind zwar nicht sehr umfangreich, aber es braucht doch seine Zeit sich darauf vorzubereiten. Ausserdem habe ich noch zwei ESS Lessons und gehe auch ca. dreimal pro Woche mit Micchi klettern. Und vom Land will man natürlich auch etwas sehen. Somit kommt bei mir jedenfalls keine Langeweile auf.

Jetzt aber zu dem, was die letzten Wochen alles passiert ist:


Am Mittwoch dem 29.10 haben wir (Ich, Leleis, Dirk, Micchi, Luise und andere) versucht ein Kostuem beim Donkee zusammenzustellen, schliesslich kam ja bald Halloween. Leider gab es dort doch nicht eine so ganz große Auswahl, mal von den etwas zu teueren Ganzkörper Kostümen abgesehen. Ich habe mir schliesslich eine meerschweinchen - ähnliche Kopfbedeckung besorgt. Eigentlich tut man da zwar einen Taschentücherspender rein und kann sich dann aus einem Schlitz auf der Oberseite immer wieder ein Taschentuch rausziehen, aber auf meinen Kopf hat es auch gepasst. Am Nachmittag hatte ich noch einen Pelzschal in der Uni gefunden, womit ich dann auch noch einen Schwanz hatte.

Wir sind dann anschliessend zu Dirk und haben dort rumgesessen und was getrunken. Luise hatte dann auch noch ihren letzten Zug verpasst. Deshalb hat sie dann bei mir gepennt, nachdem Sie und Leleis noch eine Zeit bei mir gewesen sind. Sie war schon ganz gut beieinander und musste auch den nächsten Nachmittag bei mir verbringen, weil ihr schlecht war. Tatsuro hat ihr dann auch noch irgendein japanisches Mittel gegen Übelkeit vorbeigebracht.

Das mit dem faulen Donnerstag war aber kein Problem, da wir vom Donnerstag (30.10) bis zum Dienstag (4.11) frei hatten, aufgrund eines Uni Festivals. Während des Festivals gab es eine Bühne auf der die Uni Clubs ihre Musik gespielt oder Sonstiges aufgeführt haben. So gab es Hip-Hop Tanzgruppen, Rockmusik oder Karatevorführungen (mit Baseballschläger und Steine durchschlagen und so).

Am Freitag den 31.10 bin ich am Nachmittag aber erstmal mit Luise, Melissa und Dirk nach Jimbocho. Wir haben uns dort mit unserem Kulturprof. Schaumann getroffen. Er hat uns den Bezirk gezeigt, in dem es viele Second Hand Buchläden gibt. Er hat uns erst ein Geschäft für japanische Karten- und Brettspiele gezeigt. Anschliessend sind wir noch in einige Buchhandlungen gegangen in denen man Kinderbücher, alte Mangas, Englische Bücher und auch teure antique Bücher kaufen konnte. Er hat uns auch zwischendurch in eine Bar eingeladen, in der wir ein Bier getrunken haben und am Ende in ein altes Izakaya. Dort haben wir etwa 2-3 Stunden zugebracht mit Schanps trinken und allerlei komisches Zeug essen. Wir saßen direkt am Tressen. Nach einer Weile hat sich eine älter Dame, ich würde sie auf 70 oder 80 schätzen, zu uns gesetzt. Sie hat sich mit Luise und Melissa unterhalten (angeblich darueber wie toll alles früher war) und die ganze Zeit gesagt, dass mein Haar schön ist und meine Hand angefasst. Getrunken hat sie auch einiges. Erst ein Liter Bier und dann noch Schnaps. Neben Schaumann saß ein Professor der auch einges getrunken hat, dann bezahlt und anschliessend eingeschlafen ist. Zum Abschluss hat die alte Damen den anderen noch eine selbstgedruckte Zeitung mitgegeben, in der sie ihre Gedichte veröffentlicht. Schon komisch diese Izakayas.


Am Abend war dann die Halloween party. Ich bin für japanische Verhältnisse spät gekommen, so um 10 oder 11 und einige sind dann auch schon wieder gegangen. Es gab auch eine Kostümwahl. Bei den Frauen hat Doris aus Serbien gewonnen. Allerdings empfand ich, dass sie kein gutes Kostüm hatte, aber wahrscheinlich hatten die japanisches Teilnehmer für sie gestimmt, weil sie sie aktraktiv finden.

Mein Mehrschweinchenkostüm

Am Samstag (01.11) bin ich dann etwas aufs Unifestival. Dort wurde viel Essen verkauft, da jeder Club einen eigenen Stand hatte und es war ganz schön voll. Viel gemacht habe ich aber nicht. Es gab auch ein paar Spiele wie Armdrücken aber auch Interressanters. Bei einem Tennisclub konnte man versuchen mittels Tennisschläger ein Mitglied vom Tennisclub abzuschießen. Bei einem anderen Clubs konnte man Farbe auf deren Mitgleider werfen oder Kuchen. Die Japaner müssen da ein besonderes Verhältnis zu solchen Spielen haben. Aurelien hat mir vom nem Typen erzählt der das auch gemacht hat und nem Mädel mit voller Wucht Kuchen ins Gesicht geworfen hat, so dass sie dannach geweint hat. Ihn hat das aber kein bischen interessiert. Schon komisch.

Am Sonntag bin ich dann schon recht früh aufs Festival, so um 9, weil ich den Sputnik - Leuten geholfen habe ein chinesische Süßigkeit zu machen. Bestand eigentlich nur aus Mehl, Zucker, Ei und etwas Butter aus dem ein Teig gemacht wurde, der dann frittiert wird. Mittags habe ich mir dann Maza angeschaut, der auf dem Festival aufgetreten ist.

Montag den 03.11 gab es dann mal wieder eine ESS Party zum Abschluss des Festivals. Sie fand in einer kleinen Bar statt, die etwas karibisch eingerichtet war. Es gab genug zu essen und wieder ne Trinkflatrate. So gab es Bier und ehr schlechte Cocktails, weshalb ich mich für ersteres entschieden habe. Zur Afterparty sind mal wieder nicht all zu viele mitgekommen. Sind dann nach Takahatafudo wo ich dann mit Juske, Leleis, Luise und Laurent in ein angesagtes Izakaya für jüngere Leute gegangen bin. Dort haben wir etwa bis 3 Uhr ausgeharrt und noch getrunken. Zum Knabbern gab es geschnittenen rohen Weißkohl mit einer etwas saueren Soße darüber. Einfach und doch sehr lecker. Bin dann mit Laurent ca. 1, 5 nach Hause gelaufen und die anderen haben noch in Juskes Haus bis zum Morgen durchgemacht.

Auf der ESS Party

Am Dienstag den 04.11 sind wir (Leleis, Dirk, Aurelien, Alex [russisch]) mit Mutski in seinen Lieblings Ramen Laden um dort zu essen. Danach sind wir dann noch in ein Izakaya, dass sich auch in der Nähe befindet. War sehr nett. Alles sehr traditionell, das hieß also Schuhe ausziehen und im Scheidersitz dasitzen. Haben dann dementsprechend auch Sake getrunken und Mutski hat einiges an kleinen Happen bestellt. Das mit dem Essen neben dem Trinken ist hier sehr in der Kultur verankert. Auch die Jugend macht das so und ich muss sagen, dass es mir auch gefällt. So haben wir Tintenfisch, irgendwelche Suppen, Käse und anderes gegessen.

Freitags (07.11) gab es dann eine Party vom DJ - Club in dem sich Alex befindet. Allerdings waren nicht so viele Leute da und die Mehrheit waren Auslandsstudenten. Bin etwas spät gekommen, habe aber noch mitgekommen, wie Alex Elektro aufgelegt hat. Die anderen Mitglieder des Clubs legen aber scheinbar mehr Hip Hop auf.
Wir (Leleis, Aurelien, Laurent, Mutski) sind dann aber nach Shibuja aufgebrochen um wieder ins Gaspanic zu gehen. Dort haben sie Hip Hop gespielt was ganz angenehm war, man konnte jedenfalls dazu Tanzen. Es hat sich sogar ein Kreis gebildet, in dem die "Fenstertänzer" ihre Moves zeigten. Da konnte ich mich natürlich nicht raushalten. Lelais ist dann irgendwan Zigaretten kaufen gegangen und dann hat ihn der Türsteher nicht mehr reingelassen. Weshalb auch immer? Deshalb sind wir dann so um 4 oder 5 aufgebrochen, was aber auch der richtige Zeitpunkt war, den sie haben angefangen Michael Jackson zu spielen.

Luise hatte mich und Leleis dann am Sonntag den 09.11 zu sich eingeladen. Allerdings auch mit Hintergedanken, den ihr Skype ist ständig abgestürzt. Nach einer Neuinstallation des Soundtreibers hat aber alles wieder funktioniert. Außerdem musste ich einer Auslandsstudentin helfen, die auch bei Luise wohnt. Bei ihr ist auf einmal der Strom ausgefallen. Naja, nachdem ich die Sicherung wieder eingeschaltet hatte war das aber auch kein Problem mehr. War ein netter Abend. Haben dann auf Druck von mir und Leleis die Umgebung erkundet, was Luise vorher noch nicht gemacht hatte. Wir haben dann eine Game Center gefunden in dem wir Airhockey gespielt haben und irgend einen First - Person Shooter an dem mein gleichzeitig zu Viert zocken kann. Außerdem haben wir noch in einer Fotokabine Fotos gemacht, die wir später mit Herzchen und allerlei Schnick Schnack verschönern konnten. Leider habe ich hier keine Möglichkeit sie einzuscannen.

Am Montag den 10.11 habe ich mich dann mit Mari getroffen. Sie hat ein Jahr in Osnabrück studiert und kennt auch Corinna. Ich helfe ihr und einer Freundin (Saori) dabei ihre Abschlussarbeiten zu schreiben. Die von Mari handelt über das Leben in deutschen WG's, weil die Japaner sowas nicht kennen. Hier hat jeder sein eigenes 1-Zimmer Appartement. Da sie es auf Deutsch schreiben muss kontrolliere ich Ausdruck und Rechtschreibung. Dafür spricht sie dann im Gegenzug Japanisch mit mir und hilft mir meine Kenntnisse auszubauen.

Samstag, 25. Oktober 2008

Fotos, Partys & Osnabrück Erinnerungen

Bevor ich schreibe, was die letzten Tage passiert ist, will ich erstmal ein paar Bilder von der Tokio Game Show nachliefern:

Posing vorm Logo.

Viele Menschen in Warteschlangen.

Es gab auch sehr viele Cosplayer, die nur zu gerne für Fotos possieren.

Hostessen durften natürlich auch nicht fehlen.
Sogar die Stände der Universitäten hatten welche.

Und natürlich jede Menge andere komische Werbegags.

Dann jetzt mal zu den Ereignissen der letzten Tage. Am Freitag den 17. 10 habe ich und Leleis mit zwei Japanerinnen gegessen, die für ein Jahr in Osnabrück waren. Sie haben dort zur gleichen Zeit mit ihrem Studium begonnen, wie wir mit unserem Bachelor. War sehr angenehm mit den beiden über Osnabrücker Zeiten zu reden. Wir werden sie auf alle Fälle nochmal sehen und mit ihnen was Unternehmen.

Am Samstag den 18.10 bin ich dann am Abend alleine nach Yokohama aufgebrochen. Dort habe ich Masaya getroffen, den ich auf der Elektro Party eine Woche vorher getroffen habe. Allerdings war ich am Anfang etwas irritiert, da ich jemand anderen erwartet habe. Wie sich herausstellte habe ich auf der Party zwei Masayas kennengelernt. Der andere hatte mich in Facebook geadded, deshalb war ich eigentlich auf ihn vorbereitet. Aber es war trotzdem ein angenehmer Abend. Wir sind in eine Kneipe gegangen und haben einiges an Bier getrunken und ein paar Snacks gegessen (roher Tunfisch, frittierter Käse, Shrimps und Tintenfisch). Wenn man das nötige Kleingeld hat und eine traditionelle Kneipe in Japan aufsucht, sollte man sich auf alle Fälle auch solche Snacks gönnen, da sie super schmecken. Mehr als diese Kneipe habe ich allerdings nicht von Yokohame gesehen, aber das werde ich nachholen, zumal Corinna dort wohnt.

Am Sonntag (19.10) hat Alex bei sich eine Ladys - night veranstaltet. Dazu hat er einige japanische Mädels eingeladen und einige von den Auslandsstudenten. Es gab Kuchen und Wein und er hat alles romantisch dekoriert und die männlichen Teilnehmer haben sich mit Hemd und guter Hose rausgeputzt. Davon wusste ich allerdings nichts und bin mit Trainingshose dort angeschlappt. Wir haben uns dann einen Frauenfilm reingezogen und nachdem die Mädels weg waren auf Alexs SNES gezockt.

Am Dienstag (21.10) sind wir dann mit ein paar Auslandsstudenten und Masa, der einen ESS Kurs gibt nach Shibuya aufgebrochen. Zuerst haben wir uns dort etwas umgesehen und dann habe ich und Masa uns Karten für ein Rockfestival (British Anthems) gekauft. Dies findet am 16.11 statt und es kommen nur britische Bands. Anschließend sind wir dann aufgebrochen um in einem ziemlich berühmten Ramen-ya Ramen zu essen. Wir mussten einen ziemlich langen Weg dafür in Kauf nehmen und dann auch noch anstehen. Es gab dort auch nur einen Tressen und immer wenn einer den Laden verlässt ist dann ein neuer Kunde sofort an seinen Platz. Aber die Ramen waren sehr gut und die Portionen auch ziemlich groß. Dannach ging es nach Roppongi wo wir uns die Roppongi-Hills und den Tokio-Tower angeschaut haben. Wir haben uns dann mit Alkohol eingedeckt und vorgeglüht bevor wir in einen Club gegangen sind. Sein Name war Gaspanic. Das gute ist, dass es keinen Eintritt dort kostet. Man muss aber ständig einen Drink haben. Es gibt mehrere von den Clubs in Tokio. Am Anfang wurde Salsa gespielt und die Tanzfläche war voll von tanzenden Paaren. Ich habe mich dann auch mit Charlotte aus Frankreich versucht, aber es hat irgendwie nicht so richtig geklappt. Ausserdem habe wir noch zwei Schweizer kennengelernt die in der Wirtschaftsabteilung der Botschaft ein Praktikum machen. Nach einiger Zeit haben sie dann auf Hip-Hop umgeschwenkt womit ich natürlich zuvollst einverstanden war und endlich die Tanzfläche entern konnte.
Gegen Mitternacht sind wir dann nach Shibuya aufgebrochen, weil der Club langsam lehr wurde. Dort sind wir dann auch wieder in einen Gaspanic Club. Die Musik war nicht so gut wie beim letzten, aber man konnte sich bei den DJ's Musik wünschen, weil nicht soviele Gäste im Club waren. Um etwas billiger zu leben hab ich dann immer auf der Toilette meine Bierflasche mit Wasser aufgefüllt. So musste ich nichts neues kaufen. Wir sind bestimmt bis 5 oder 6 geblieben bevor wir in einen Park in Shibuya aufgebrochen sind um dort den Sonnenaufgang mitzuerleben. Masa, der die ganze Zeit seine Gitarre mit sich rumschleppte hat dann auch noch für uns einige Lieder gespielt. Nach einem Frühstück gings dann zurück. Ich bin dann etwa um 9 ins Bett gekommen. Somit konnte ich die Ledership Skills Klasse um 15 Uhr nicht mehr besuchen. Aber so schlimm ist es nicht, da sie ziemlich langweilig ist und wir ein komisches Buch durchlesen was mir überhaupt nicht gefällt, weil es sehr verallgemeinert. Zum Beispiel steht darin, dass die Hälfte aller Personen die psychisch Krank werden dies tun, weil sie nicht genug Anerkennung bekommen und die andere Hälfte auf Grund von physischen Änderungen im Gehirn. Das Buch heist "How to Win Friends & Influence People" und ist von Dale Carnegie, der es in den 30zigern geschrieben hat. Mal schauen, vieleicht werde ich den Kurs auch sein lassen.
Ausserdem hatte mir ein Prof. oder Doktor vom Korakuenkampus geschrieben und mir Vorschläge gemacht zu Projekten bei denen ich mitarbeiten könnte. Eines davon war zum Beispiel die Analyse von Bildern die mit einer Stereokamera von einem Robotor aufgenommen werden. Ich habe dies jetzt allerdings abgesagt, da ich dafür eigentlich keine Zeit habe. Schließlich muss ich ja den Blog schreiben ;-) und die Sprachkurse vordern auch ihre Zeit. Nicht zu vergessen die Erkundung des Landes.

Am Freitag den 24.10 gab es eine Geburtstagsparty für Dustin, Tatsuro und Mana. Gefeiert wurde im Appartment von Tatsuro. Ich bin dort um 10 zusammen mit Micchi aufgekreuzt. Vorher haben wir noch geklettert und Micchi hat für Simon ein Handy gekauft. Wir sind dann mit einem Kuchen und komischen Zeug mit dem man Blasen machen kann auf der Party aufgetaucht. Die Blasen werden so erzeugt dass eine Flüssigkleber - ähnlich Substanz an einem Ende eines kleinen Röhrchens befestigt wird und man dann ins andere Ende reinbläst. Entstehen tut eine Plastikblase die aussieht wie eine Seifenblase, nur dass sie fester ist und nicht platzt. Jedenfalls waren einige schon gut beieinander als wir auftauchten, weil die Party schon ab 7 losging und leider auch schon um 2 zu Ende war. Das scheint aber normal bei den Japanern zu sein. Ich habe dann noch Asis, einen Schweizer der mit in meiner Japanischklasse ist zum Schlafen bei mir aufgenommen.

Versucht mich zu finden.

Am Sonntag (26.10) bin ich dann mit Jenni, Leleis, Micchi und Dustin nach Asakusa um uns dort die Tempel anzuschauen. Leider sind wir nicht lange geblieben, weil die anderen weiter wollten um noch was einzukaufen. Deshalb werde ich auf alle Fälle nochmal dort hin zurück um mir die Tempel in Ruhe anzuschauen. Dann werde ich auch mehr von dort berichten.

Tempeleingang.

Haupttempel.

Dienstag, 14. Oktober 2008

Elektro, Games & Klettern

Letzten Freitag (10.10) bin ich zusammen mit Leleis und Alex (Kommt aus Würzburg und ist hier schon seit 6 Monaten) nach Shibuya gefahren. Dort haben wir Keji getroffen, ein Kumpel von Alex. Wir sind zusammen in eine gut gefüllte Bar gegangen. Man musste sich regelrecht durch die Menschen durch drücken, der Grund ist wahrscheinlich das Bier für nur 300 Yen (2 Euro). Das Publikum ist sehr International, mindestens 30 - 50 % waren Ausländer. Allgemein gibt es in Shibuya sehr viele Ausländer. Wir haben sofort ein Gespräch mit Engländern angefangen die auch länger in Tokio bleiben wollen. Später habe ich mich auch mit einem älteren Japaner (50 -60) unterhalten der sich selbst Deutsch beigebracht hat. Dafür konnte er erstaunlich gut sprechen. Er hat mir erzählt, dass er in Yokohama wohnt und 2x die Woche in diese Bar kommt.
Später sind wir dann nach Roppongi mit einem Taxi gefahren um in einen Club zu gehen in dem ein anderer Kumpel von Alex als DJ auflegt. Somit haben wir auch einen kleinen Discount erhalten: 2000 Yen statt 2500 Yen (also ca. 14 Euro). Ansonsten waren die Getränke mit 700 Yen (ca. 5 Euro) auch sehr teuer. Der Club war sehr versteckt, es gab kein Schild was auf ihn hinwies, nur eine A4 großer Werbezettel für die Party hing davor. Ein Barbereich in dem aufgelegt wurde und noch einen größeren Floor war vorhanden. Als Musik gab es guten Minimal. Endlich konnte man mal wieder tanzen, was wir dann auch gemacht haben bis die Lichter um 5 Uhr angemacht wurden. Die Leute dort waren auch sehr offen und haben uns öfters angesprochen. So habe ich einiges an Alc ausgegeben bekommen, vom Tequilla für 500 Yen bis zum Glas Sekt bei dem die Flasche dort 25000 Yen (~170 €) kostet. Hab auch ein paar Kontakte gemacht. So werde ich mich bald wieder mit Masaya treffen, der scheinbar die HipHop Szene in Tokio kennt. Dies lässt auf alle Fälle auf neue gute Partys hoffen.
Nachdem wir aus dem Club raus sind haben wir uns noch von weiten den Tokio Tower angeschaut. War der perfekte Zeitpunkt, da gerade die Sonne im Hintergrund aufging. (Fotos werden folgen.)

Am Samstag hab ich erstmal gechillt, zumal wir am Sonntag zur Tokio Game Show aufgebrochen sind. Das hies schon um 7:15 Uhr raus aus dem Bett, da wir etwa 3 Stunden brauchten um ans andere Ende von Tokio zu kommen. Wir waren eine Gruppe von einigen Auslandsstudenten und auf der Messe habe ich dann auch noch andere von uns getroffen. Leider gab es hauptsächlich ehr japanische und asiatische Spiele und keine Internationale Größen wie zum Beispiel Blizzard. Ein Grund dafür ist, dass die Japaner kaum am PC spielen. Sie sind Konsolenfreakz. Auch sonst hat mich die Messe ehr etwas enttäuscht, da ich sie mir größer vorgestellt habe. Dafür war der Eintritt von knapp 8 Euro angemessen. Ein bisschen gespielt habe ich auch, aber nur unbekanntere Spiele und Handy Spiele, da es für bekanntere Spiele wie Final Fantasy extreme Wartenzeiten gab. Es gab natürlich auch einige Cosplayer und nett anzuschauende Hostessen (Fotos folgen auch hier später). Interessant war, dass es einen kompletten Komplex gab für Universitäten die dort ihre Spieleentwicklungs Studiengänge vorgestellt haben. Da konnte man sehen welchen Stellenwert Computerspiele in Japan haben. Insgesamt war ich nur ca. 3 - 4 Stunden auf der Messe, aber mir hat das gereicht.

Am Montag habe ich mit Michi getroffen, einem Japaner aus dem ESS - Club und bin mit ihm Klettern gegangen. Dafür gibt es natürlich auch einen eigenen Club an der Uni. Sie haben in ihrem Raum 3 Kletterwände aufgestellt an dennen man sich erproben kann. Der Anfang war allerdings nicht so erfolgreich, aber ich will versuchen dran zu bleiben.

Donnerstag, 9. Oktober 2008

Photos

Ich stelle mal eine paar Photos hoch. Einige sind mit meinem Handy aufgenommen wurden, deshalb ist die Qualität nicht so gut.

Erstmal ein paar Bilder von meinem Weg zur Uni:

Auf dem Weg gibt es einen kleinen Shinto-Shrein ...

und man kommt an Bauernhäusern vorbei bei denen Reis angepflanzt wird.

Die Uni selbst ist ziemlich modern und sehr weitläufig.

Aber natürlich gibt es auch auf der Uni einen Shinto Schrein.

Ansonsten noch ein paar Bilder von Dingen die bisher passiert sind:

Rennpferd Game in einem Arcarde Center. Sah irgendwie kompliziert aus, da man sein Pferd managen muss.

Und ein etwas sinnloses Schere - Stein - Papier Spiel.

Im Restaurant mit den beiden Japanerinnen die mit uns im Handyladen und bei der Alien Registration waren.

Das ESS - Grillen an einem Fluß.

Shunjuku bei Nacht.

Karaoke nach der ESS All-You-Can-Drink Party.

Der Sputnik Club hat eine Origami Stunde gegeben und das ist das Ergebnis daraus.

Donnerstag, 2. Oktober 2008

2. Post

Jetzt hat bei mir das normale Uni - Leben begonnen. Jeden Dienstag, Donnerstag und Freitag habe ich Vormittags 2 mal 90 Minuten Sprachunterricht und freitags auch noch mal am Nachmittag 90 Minuten. Wir sind insgesamt 6 Mann im Anfaengerkurs wodurch er zum Glueck sehr intensiv ist. Am Montag habe ich noch um 15 Uhr eine Vorlesung die sich um "Third Culture " dreht. Bis jetzt sehr interessant, da wir hierbei Autoren behandeln der sehr interdiziplinaer sind und kognitionswissenschaftliche Themen ansprechen. Wir besprechen zum Beispiel einen Artikel von Steve Pinker der "The Language Instinct" geschrieben hat. Ansonsten besuche ich noch Mittwochs um 15 Uhr einen Kurs in dem es um Kommunikations- und Fuehrungskenntnisse geht. Mal schauen ob man da was lernen kann (!! Soft Skills !!). Am Donnerstag Nachmittag halte ich zusammen mit Tatsuya eine Englisch Stunde fuer den ESS Club. In er ersten Stunde haben wir uns nur vorgestellt und ich habe ein wenig ueber Deutschland geredet. Wir wollen aber in den naechsten Stunden versuchen ueber ethische und philosophische Themen zu sprechen. Mittwochs gibt es auch immer einen Japanisch Kurs vom EES fuer die Auslandsstudenten. Freitags werde ich noch versuchen einen Japanisch Kultur Kurs zu besuchen, den ein Deutscher haelt der hier schon 30 Jahre wohnt. Soviel erstmal zum Unileben.



Letzten Freitag gab es eine Party vom ESS in Restaurant. Wir (30 - 40 Stundenten) mussten 2000 Yen (13 Euro) bezahlen wofuer es etwas zu essen gab und frei trinken. Man konnte alles bestellen was das Herz verlangte von Bier ueber Shots bis zu Cocktails. Ein sehr nettes Angebot fuer den Preis, aber leider ging das ganze nur bis um 23 Uhr. Dannach sind die meisten nach Hause gefahren, weil die U-Bahn um 12 zu macht. Ich, Leleis, noch eine Deutsche, Dirk (Amerikaner) und 4 Japaner (ich muss endlich mal mein Namensgedaechntnis besser trainieren) sind noch in eine Karaoke - Bar gegangen und haben dort die Nacht verbracht bis 5 Uhr morgens. Zum Glueck gab es genuegend auslaendische Titel, sonst haetten wir ziemlich schlecht ausgesehen.

Am Samstag gab es dann bei Cris (Philipino) einen DVD Abend bei dem einige Auslandsstudenten teilnahmen. Sonntag habe ich mit Leleis Sightseeing gemacht und das Aelteste originale Farmerhaus der Gegend besucht und eine alte Seidenstrasse, an der es auch alte Tempelruinen gab.

Ansonsten haben wir uns am Dienstag gedacht nach Akihabara zu fahren. Da ich Mittwochs erst ab 15 Uhr Uni habe bietet sich sowas an. Akihabara ist ein Bezirk in dem es Unmengen an Elektroniklaeden gibt (Angeblich sollen 6,6% aller Japantouristen diesen Bezirk besuche, habe ich gelsesen). Leider waren die meisten Laeden schon zu als wir um 20 Uhr dort angekommen sind und es hat geregnet. Deshalb sind wir nach nach Shinjuku gefahren und haben dort nach einigem herumirren eine nette Bar ("Half Time") gefunden. Dort haben wir dann die Nacht bis 5 Uhr verbracht weil natuerlich mal wieder alle U-Bahnen weg waren.

Freitags hatten wir dann das erstmal den Kulturkurs bei dem deutschem Prof. Er hat die Angewohnheit nach dem Unterricht 2 - 3 Studenten zum Essen und Trinken in eine kleine Bar einzuladen. Ich bin mit Leleis und Dirk auf das Angebot eingegangen. Wir sind dann zusammen nach Takahatafuto gefahren, wo sich sein Stammlokal befindet. Er hatt uns Bier, eine recht grosse Menge an Sake und Essen ausgegeben (Eine Suppe mit Innereien und Spiesse mit Fleisch und Gemuese). Wir waren dort 4 Stunden und er hat einiges ueber die japanische Kultur erzaehlt, z.B. wie man traditionell Sake trinkt oder Geschenke ueberreicht. Am Ende haben wir noch etwas bei Dirk rumgegamelt. Leleis war ziemlich angetrunken und ist schwankend nach Hause. Da hatte ich mir schon Sorgen gemacht, ob ich ihn nicht begleiten sollte.

Am Samstag Nachmittag haben uns Mitarbeiter vom International Center uns zu einer Katastrophen Einrichtung gebracht. Dort konnten wir lernen wie man einen Feuerloescher benutzt und es gab einen lustigen Erdbebensimulator, der bis Stufe 7 simulieren konnte. Leleis ist da nicht aufgetaucht, aber ich hatte mit keine grossen Gedanken gemacht, da er vieleicht laenger schlafen wollte nach der vorherigen Nacht.

Am Abend gab es eine Geburtstagsparty von Pedja (Serbe). Die Party war ziemlich gut von Auslandsstudenten und Japanern besucht und jeder qm seiner Wohnung wurde ausgenutzt. Leleis ist auch dort nicht aufgetaucht obwohl er im selben Gebaeube nur 4 Tueren weiter wohnt. Habe geklopft und klingelt und versucht ihn anzurufen, aber er war nicht zu erreichen. Da habe ich mir schon Sorgen gemacht. So gegen 11 hat er dann endlich am Telefon abgenohmen und es hat sich herausgestellt, dass er 18 Stunden geschlafen hat. Zudem kammen noch hoellische Rueckenschmerzen so dass er kaum noch Atmen und sich Bewegen konnte. Das Ganze hat sich auch bis Montag nicht gebessert und er wurde von Arai San (Mitarbeiterin im International Center) ins Krankenhaus gebracht. Zum Glueck ist es nur eine Muskelverspannung die er jetzt mit Medikamenten bekaemft. Es geht im auch schon wieder viel besser.


Am Dienstag den 7.10 hat das International Center abends einen kleinen Empfang mit Bueffet vorbereitet. War nicht sonderlich spannend und ging auch nur 1-2 Stunden., aber es gab kostenlos Essen und Trinken. Was will man mehr?

Donnerstag, 25. September 2008

Angekommen

Hallo, ich bin nun seid einer Woche in Tokio angekommen und habe mir gedacht meine Erlebnisse aufzuschreiben. Der Flug dauerte knapp 11 Stunden war aber recht angenehm, obwohl ich maximal nur 2 Stunden schlafen konnte. Ich saß von Leleis getrennt und wir haben uns erst am Flughafen wieder gesehen. Dort sind wir morgens um 7 Uhr angekommen. Erstmal habe ich mir 100.000 Yen geholt um für die nächste Zeit versorgt zu sein, da es bei meiner Unterkunft keinen Citibank - Automat gibt. Ich wurde dann von einer jungen Studentin abgeholt die für mich extra ein Schild mit meinen Namen gemalt hat mit Buntstiften und Sternen. Eine sehr freundliche Begrüßung. Die Kommunikation war allerdings nicht einfach, da sie kaum (fast gar kein) Englisch konnte. Wir mussten dann kurz warten da der Guide von Leleis noch auf jemand warten musste. Ich glaube wir sind dann circa 10 oder 11 Uhr aufgebrochen. Die Fahrt mit U-Bahn und Bus dauerte etwa 3 Stunden. Die Kommunikation mit meinem Guide wurde auf der Fahrt auch immer besser. Jedenfalls bin ich froh, dass sie mich abgeholt hat, da es ansonsten schwer gewesen währe mein Ziel zu erreichen. Sie hat mir auch als Gastgeschenk ein paar Stäbchen geschenkt. Zum Glück hatte ich noch eine Lindt - Schokolade dabei die ich ihr dafür überreichen konnte.
Sie hat mich zu meinem Appartment gebracht und kurz eingewiesen. Es übertrifft bei weitem das was ich erwartet hatte. Es ist sehr groß (größer als das Zimmer was ich in Esslingen 2 Jahre bewohnt habe) und gut ausgestattet: Kühlschrank, Herdplatte, Minigrill, Dusche und Toilette, Fernseher, Staubsauger, Kochgeschirr und Klimaanlage. Diese ist auch sehr wichtig, da es hier sehr tropisch ist. Es herrschen Temperaturen von 27 Grad und eine hohe Luftfeuchtigkeit. 2 Regenschirme waren auch da, da wir uns in der Monsum - Zeit befinden und es öfters regnet. Außerdem fand ich auch noch 100 Dollar von einem meiner Vormieter im Schreibtisch. Wie schon gesagt: Super Wohnung.
Am Abend habe ich mich mit Leleis getroffen. Unsere Guide's hatten uns Karten gegeben und so haben wir auf die Suche nach einem Supermarkt gemacht. Leider haben wir nur einen größeren Drug-Store gefunden in dem man auch etwas teuer auch Lebensmittel einkaufen konnte. Gegessen haben wir dann in einem Schnellimbiss für 580 Yen sehr gut. Was es genau war kann ich nicht sagen (Reis + X), aber es war sehr lecker.

Am nächsten Tag (Mittwoch) hatten wir ein Treffen in der Uni um eine Einführung zu erhalten. Insgesamt sind ca. 30 Auslandsstudenten mit uns hier. Viele sind aus Frankreich aber es gibt auch 5 andere Deutsche. Uns wurden die ersten Überlebensregeln beigebracht und dann wurden wir relativ früh wieder entlassen. Ich hatte mich dann mit Leleis abends verabredet um mit ihm nach Tama - Center zu laufen. Dies ist ein nahegelegenes Stadtzentrum zu dem wir ca. 30 - 60 min gelaufen sind. Das interessanteste dort waren 2 größere Spielhallen in denen sich die japanische Jugend amüsiert. Es herrscht dort eine Lautstärke wie in einer Disko von den ganzen Automaten. Dort gibt es viele unterschiedliche Automaten: von einfachen Arm - Greifer- Automaten aus dennen man auch versuchen kann Essen rauszuholen bis zu riesigen Automaten an dennen mehrere Mann Pferderennen oder Fussball spielen. Es gibt auch jede Art von Interface: Lightguns, Trommeln, Gitarren und interessante Automaten für die man speziellen Karten braucht. Diese können dann auf dem Spielfeld plaziert werden um damit Truppen zu befehligen oder um seine Fussballmannschaft aufzustellen und rumzukommandieren. Es gibt auch viele Glücksspielautomaten. Auch Ältere sind in diesen Hallen und spielen zum Bsp. Majong. Wir haben auch sehr sinnlose Automaten für Kinder gefunden an denen man gegen jemand anderen "Schere, Stein, Papier" spielen kann.
Am Ende sind wir dann in eine äußerst europäische Sportsbar gegangen in der viel Dart gespielt wurde und haben dort Heineken und irgendeinen Biermix getrunken (Haben einfach auf die Karte auf irgendwelche Zeichen getippt zum Bestellen). So um 2 Uhr nachts sind wir dann zurückgelaufen, da die letzten Bahnen um 24 Uhr fahren. Donnerstags gab es einen Japanisch - Test in der Uni um festzustellen in welchen Japanisch Kurs man kommt. Ich wurde mit Leleis und 2 französischsprachigen Schweizern aber direkt zum Anfängerkurs geschleift in dem wir dann in 3 - 4 Stunden fast alle Hiragama Zeichen (~50) gelernt haben. Dannach sind wir dann in einen großen Lebensmittelmarkt gegangen, der uns von einem anderen Auslandsstudenten empfohlen wurde.
Dort gibt es alle Arten von Fisch super günstig und wir haben uns abgepacktet Sushi für 2,50 € zum Abendessen geholt.

Freitags mussten wir zur Alien Registration. Wir waren eine Gruppe von etwa 10 Auslandsstudenten. Wir wurden dort von 2 Studentinnen des Sputnik - Clubs (dieser kümmert sich um die Auslandsstudenten) hingebracht. Die fahrt dauerte etwa 2 Stunden mit Bahn und Bus, da wir sehr weit von unserem Stadtzentrum (Hachioji-shi heist die Stadt wo ich lebe) entfernt wohnen. Das ganze Prozedere dauerte auch etwas und dann sind wir mit den beiden Japanerinnen nach Chofu gefahren um in einen Handy - Laden zu gehen. Allerdings sind neben mir und Leieis nur noch 3 Franzosen mitgekommen (Charlotte, Laurence und Laurent). Diese haben sich dann auch einen Handyvertrag besorgt. Wir aber nicht, da uns die Kosten von 3000 Yen pro Monat und 100.000 Yen, wenn man den Vertrag vor 2 Jahren beendet, doch sehr hoch erscheinen. Zum Dank an die beiden Japanerinnen sind wir mit ihnen in ein japanisches Restaurant gegangen. In diesem musste man dann seine Schuhe ausziehen und man konnte das essen über ein Display bestellen. Hat alles sehr gut geschmeckt auch wenn sich eins noch bewegt hat. Sake haben wir auch getrunken.

Samstag gab es vom ESS - Club (ein Club in dem sich Studenten befinden die ihr Englisch verbesser wollen) eine Grill - Party. Dort hat man dann die anderen Auslandstudenten näher kennengelernt und es gab kostenlos Essen und Trinken. Anschließend gab es auch noch eine Party in den Räumen des ESS - Clubs. Diese befinden sich in einem größen Gebäude der Uni das nur von Clubs benutzt wird. Es ist das einzige wo ich bisher Graffities gesehen habe und wo es dreckig war. Ansosnten ist Japan sehr sauber auch wenn ihre Stadtarchitektur ehr praktisch als schön wirkt.

Sonntag gab es dann eine kleine Willkommensparty vom Sputnik - Club. Die war Mittags und dauerte nicht sehr lange. Anschließend bin ich mit Leleis und Aurelien, den wir auf der Party kennengelernt haben nach Shinjuku gefahren. Dies ist ein Stadtteil in dem es viele Läden gibt wie Bars, Kinos oder Karaoke. Es gibt sehr viel und große Leuchtreklame. Wir haben uns ein Game Arcarde angeschaut und Buch und Video Läden. Als es anfing in Strömen zu regnen war es wie im Film Bladerunner. Wir wollten um 23 Uhr zurückfahren und sind um 20 Uhr in irgendeine kleine Bar gegangen um eigentlich nur 1 Bier zu trinken. Sie war sehr klein und es gab nur 2 Gäste. Ein 26 jähriges Mädel, die durch einen Aufenthalt in den USA gut Englisch sprechen konnte und ihr Arbeitskollege. Außerdem gab es noch den etwas älteren Barkepper der von dem Mädel (leider kann ich mir japanische Namen noch schlecht merken) mit Master San angesprochen wurde. Wir kamen ins Gespräch und es wurde sehr lustig. So mussten wir z.B. auch Fischeier auf Merrettich essen, die uns spendiert wurden und Dorsch. Die Dorsche waren gegrillt und mussten komplett mit Schwanz und Kopf gegessen werden. Sehr lecker! Außerdem gab es naturgemäß zum Bier in Japan Erbsenschoten zu essen. Wir wurden sehr freundlich empfangen und das Mädel gab uns sogar einen Whisky aus. Dazu kauften sie und ihr Arbeitskollege eine gesamte Flasche die ich, Leleis und Aurelien alleine zur hälfte leerten, weil die anderen beiden am nächsten Tag arbeiten mussten. Auf alle Fälle werden wir wieder zu der Bar zurückkehren. Der Barkepper hat auch die Telefonnummer des Mädels und will sie anrufen, wenn wir wiederkommen.
Leider haben wir duch die nette Bewirtung unseren Zug verpasst und mussten eine andere Station nehmen von der aus ich etwa 3 Stunden laufen musste um nach Hause zu kommen. Obwohl es regnete war der nach Hause Weg nicht all zu schlimm. Das nächste mal bleiben wir aber ueber Nacht dort.

Am Montag gab es eine kurze Info - Veranstaltung der Faculty of Policy Studies bzgl. der Kurse die wir wählen können und wie wir den Internetraum benutzen können. Dann bin ich mit Leleis noch einkaufen gegangen. Wir haben auch einen billigen Shop gefunden, in dem es einfach alles recht günstig zu kaufen gibt. Von Lebensmitteln bis zu Handys über Kostüme und Vibratoren. Allerdings hält man es dort nicht lange aus, da es überall leuchtet und Musik droehnt.

Am Dienstag wollten wir uns eigentlich mit Aurelien treffen um in den Technikbezirk von Tokio zu fahren. Dort soll es einen kompletten Stadtteil geben in dem nur Elektronik erkauft wird. Allerdings habe ich verschlafen und daraus wurde nichts.

Mittwoch habe ich endlich ein Handy bekommen. Allerdings war es schon etwas irrwitzig. Tatsuo half mir, Leleis, Tobi und Janna (andere Deutsche) ein Prepaidtelefon von Softbank zu erhalten. Eigentlich kein Problem, doch der Verkäufer wollte unbedingt unsere Heimatadresse haben und dachte, dass diese im Pass steht. Da dies ja nicht der Fall ist, war sein Vorschlag sie doch in den Pass hineinzuschreiben. Am Ende war er mit unseren Persos zufrieden und ich habe jetzt ein Handy mit dem man für 300 Yen kostenlos Mails versenden kann.