Donnerstag, 2. Oktober 2008

2. Post

Jetzt hat bei mir das normale Uni - Leben begonnen. Jeden Dienstag, Donnerstag und Freitag habe ich Vormittags 2 mal 90 Minuten Sprachunterricht und freitags auch noch mal am Nachmittag 90 Minuten. Wir sind insgesamt 6 Mann im Anfaengerkurs wodurch er zum Glueck sehr intensiv ist. Am Montag habe ich noch um 15 Uhr eine Vorlesung die sich um "Third Culture " dreht. Bis jetzt sehr interessant, da wir hierbei Autoren behandeln der sehr interdiziplinaer sind und kognitionswissenschaftliche Themen ansprechen. Wir besprechen zum Beispiel einen Artikel von Steve Pinker der "The Language Instinct" geschrieben hat. Ansonsten besuche ich noch Mittwochs um 15 Uhr einen Kurs in dem es um Kommunikations- und Fuehrungskenntnisse geht. Mal schauen ob man da was lernen kann (!! Soft Skills !!). Am Donnerstag Nachmittag halte ich zusammen mit Tatsuya eine Englisch Stunde fuer den ESS Club. In er ersten Stunde haben wir uns nur vorgestellt und ich habe ein wenig ueber Deutschland geredet. Wir wollen aber in den naechsten Stunden versuchen ueber ethische und philosophische Themen zu sprechen. Mittwochs gibt es auch immer einen Japanisch Kurs vom EES fuer die Auslandsstudenten. Freitags werde ich noch versuchen einen Japanisch Kultur Kurs zu besuchen, den ein Deutscher haelt der hier schon 30 Jahre wohnt. Soviel erstmal zum Unileben.



Letzten Freitag gab es eine Party vom ESS in Restaurant. Wir (30 - 40 Stundenten) mussten 2000 Yen (13 Euro) bezahlen wofuer es etwas zu essen gab und frei trinken. Man konnte alles bestellen was das Herz verlangte von Bier ueber Shots bis zu Cocktails. Ein sehr nettes Angebot fuer den Preis, aber leider ging das ganze nur bis um 23 Uhr. Dannach sind die meisten nach Hause gefahren, weil die U-Bahn um 12 zu macht. Ich, Leleis, noch eine Deutsche, Dirk (Amerikaner) und 4 Japaner (ich muss endlich mal mein Namensgedaechntnis besser trainieren) sind noch in eine Karaoke - Bar gegangen und haben dort die Nacht verbracht bis 5 Uhr morgens. Zum Glueck gab es genuegend auslaendische Titel, sonst haetten wir ziemlich schlecht ausgesehen.

Am Samstag gab es dann bei Cris (Philipino) einen DVD Abend bei dem einige Auslandsstudenten teilnahmen. Sonntag habe ich mit Leleis Sightseeing gemacht und das Aelteste originale Farmerhaus der Gegend besucht und eine alte Seidenstrasse, an der es auch alte Tempelruinen gab.

Ansonsten haben wir uns am Dienstag gedacht nach Akihabara zu fahren. Da ich Mittwochs erst ab 15 Uhr Uni habe bietet sich sowas an. Akihabara ist ein Bezirk in dem es Unmengen an Elektroniklaeden gibt (Angeblich sollen 6,6% aller Japantouristen diesen Bezirk besuche, habe ich gelsesen). Leider waren die meisten Laeden schon zu als wir um 20 Uhr dort angekommen sind und es hat geregnet. Deshalb sind wir nach nach Shinjuku gefahren und haben dort nach einigem herumirren eine nette Bar ("Half Time") gefunden. Dort haben wir dann die Nacht bis 5 Uhr verbracht weil natuerlich mal wieder alle U-Bahnen weg waren.

Freitags hatten wir dann das erstmal den Kulturkurs bei dem deutschem Prof. Er hat die Angewohnheit nach dem Unterricht 2 - 3 Studenten zum Essen und Trinken in eine kleine Bar einzuladen. Ich bin mit Leleis und Dirk auf das Angebot eingegangen. Wir sind dann zusammen nach Takahatafuto gefahren, wo sich sein Stammlokal befindet. Er hatt uns Bier, eine recht grosse Menge an Sake und Essen ausgegeben (Eine Suppe mit Innereien und Spiesse mit Fleisch und Gemuese). Wir waren dort 4 Stunden und er hat einiges ueber die japanische Kultur erzaehlt, z.B. wie man traditionell Sake trinkt oder Geschenke ueberreicht. Am Ende haben wir noch etwas bei Dirk rumgegamelt. Leleis war ziemlich angetrunken und ist schwankend nach Hause. Da hatte ich mir schon Sorgen gemacht, ob ich ihn nicht begleiten sollte.

Am Samstag Nachmittag haben uns Mitarbeiter vom International Center uns zu einer Katastrophen Einrichtung gebracht. Dort konnten wir lernen wie man einen Feuerloescher benutzt und es gab einen lustigen Erdbebensimulator, der bis Stufe 7 simulieren konnte. Leleis ist da nicht aufgetaucht, aber ich hatte mit keine grossen Gedanken gemacht, da er vieleicht laenger schlafen wollte nach der vorherigen Nacht.

Am Abend gab es eine Geburtstagsparty von Pedja (Serbe). Die Party war ziemlich gut von Auslandsstudenten und Japanern besucht und jeder qm seiner Wohnung wurde ausgenutzt. Leleis ist auch dort nicht aufgetaucht obwohl er im selben Gebaeube nur 4 Tueren weiter wohnt. Habe geklopft und klingelt und versucht ihn anzurufen, aber er war nicht zu erreichen. Da habe ich mir schon Sorgen gemacht. So gegen 11 hat er dann endlich am Telefon abgenohmen und es hat sich herausgestellt, dass er 18 Stunden geschlafen hat. Zudem kammen noch hoellische Rueckenschmerzen so dass er kaum noch Atmen und sich Bewegen konnte. Das Ganze hat sich auch bis Montag nicht gebessert und er wurde von Arai San (Mitarbeiterin im International Center) ins Krankenhaus gebracht. Zum Glueck ist es nur eine Muskelverspannung die er jetzt mit Medikamenten bekaemft. Es geht im auch schon wieder viel besser.


Am Dienstag den 7.10 hat das International Center abends einen kleinen Empfang mit Bueffet vorbereitet. War nicht sonderlich spannend und ging auch nur 1-2 Stunden., aber es gab kostenlos Essen und Trinken. Was will man mehr?

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