Dienstag, 14. Oktober 2008

Elektro, Games & Klettern

Letzten Freitag (10.10) bin ich zusammen mit Leleis und Alex (Kommt aus Würzburg und ist hier schon seit 6 Monaten) nach Shibuya gefahren. Dort haben wir Keji getroffen, ein Kumpel von Alex. Wir sind zusammen in eine gut gefüllte Bar gegangen. Man musste sich regelrecht durch die Menschen durch drücken, der Grund ist wahrscheinlich das Bier für nur 300 Yen (2 Euro). Das Publikum ist sehr International, mindestens 30 - 50 % waren Ausländer. Allgemein gibt es in Shibuya sehr viele Ausländer. Wir haben sofort ein Gespräch mit Engländern angefangen die auch länger in Tokio bleiben wollen. Später habe ich mich auch mit einem älteren Japaner (50 -60) unterhalten der sich selbst Deutsch beigebracht hat. Dafür konnte er erstaunlich gut sprechen. Er hat mir erzählt, dass er in Yokohama wohnt und 2x die Woche in diese Bar kommt.
Später sind wir dann nach Roppongi mit einem Taxi gefahren um in einen Club zu gehen in dem ein anderer Kumpel von Alex als DJ auflegt. Somit haben wir auch einen kleinen Discount erhalten: 2000 Yen statt 2500 Yen (also ca. 14 Euro). Ansonsten waren die Getränke mit 700 Yen (ca. 5 Euro) auch sehr teuer. Der Club war sehr versteckt, es gab kein Schild was auf ihn hinwies, nur eine A4 großer Werbezettel für die Party hing davor. Ein Barbereich in dem aufgelegt wurde und noch einen größeren Floor war vorhanden. Als Musik gab es guten Minimal. Endlich konnte man mal wieder tanzen, was wir dann auch gemacht haben bis die Lichter um 5 Uhr angemacht wurden. Die Leute dort waren auch sehr offen und haben uns öfters angesprochen. So habe ich einiges an Alc ausgegeben bekommen, vom Tequilla für 500 Yen bis zum Glas Sekt bei dem die Flasche dort 25000 Yen (~170 €) kostet. Hab auch ein paar Kontakte gemacht. So werde ich mich bald wieder mit Masaya treffen, der scheinbar die HipHop Szene in Tokio kennt. Dies lässt auf alle Fälle auf neue gute Partys hoffen.
Nachdem wir aus dem Club raus sind haben wir uns noch von weiten den Tokio Tower angeschaut. War der perfekte Zeitpunkt, da gerade die Sonne im Hintergrund aufging. (Fotos werden folgen.)

Am Samstag hab ich erstmal gechillt, zumal wir am Sonntag zur Tokio Game Show aufgebrochen sind. Das hies schon um 7:15 Uhr raus aus dem Bett, da wir etwa 3 Stunden brauchten um ans andere Ende von Tokio zu kommen. Wir waren eine Gruppe von einigen Auslandsstudenten und auf der Messe habe ich dann auch noch andere von uns getroffen. Leider gab es hauptsächlich ehr japanische und asiatische Spiele und keine Internationale Größen wie zum Beispiel Blizzard. Ein Grund dafür ist, dass die Japaner kaum am PC spielen. Sie sind Konsolenfreakz. Auch sonst hat mich die Messe ehr etwas enttäuscht, da ich sie mir größer vorgestellt habe. Dafür war der Eintritt von knapp 8 Euro angemessen. Ein bisschen gespielt habe ich auch, aber nur unbekanntere Spiele und Handy Spiele, da es für bekanntere Spiele wie Final Fantasy extreme Wartenzeiten gab. Es gab natürlich auch einige Cosplayer und nett anzuschauende Hostessen (Fotos folgen auch hier später). Interessant war, dass es einen kompletten Komplex gab für Universitäten die dort ihre Spieleentwicklungs Studiengänge vorgestellt haben. Da konnte man sehen welchen Stellenwert Computerspiele in Japan haben. Insgesamt war ich nur ca. 3 - 4 Stunden auf der Messe, aber mir hat das gereicht.

Am Montag habe ich mit Michi getroffen, einem Japaner aus dem ESS - Club und bin mit ihm Klettern gegangen. Dafür gibt es natürlich auch einen eigenen Club an der Uni. Sie haben in ihrem Raum 3 Kletterwände aufgestellt an dennen man sich erproben kann. Der Anfang war allerdings nicht so erfolgreich, aber ich will versuchen dran zu bleiben.

1 Kommentar:

Anonym hat gesagt…

Das klingt mal gut! Ich hab mich hier in London noch auf keine Party getraut, da der Eintritt meist sehr teuer ist.
In Hinsicht auf die Popularität von Videospielen wäre Japan auf jeden Fall auch für mich nochmal einen längeren Besuch wert ^^
Ich stimme Dir auf jeden Fall zu, dass der Anteil der PC Spieler in Japan eher gering dem der Konsolenspieler gegenüber ist. Bei uns sieht man ja auch nur gelegentlich Fernsehwerbung für Videospiele. In Japan ist das Alltag.

Cheers von der Insel!